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Januar/Februar 2012

Bereits ist der erste Monat des neuen Jahres um. Simon hat mit dem Rebenschnitt angefangen, seiner liebsten Arbeit. Beim Schneiden kann man mit Wissen und Können den Rebstock gezielt leiten für ein langes Leben mit ausgewogenen Erträgen. Wichtig dabei ist, das Holz immer wieder auf den Stock selbst zurückzuschneiden und von dort aus die Ruten mit den Augen stehen zu lassen. Beim Anbinden zahlt sich dieses Geschick aus, so dass Simon die Ruten später relativ waagrecht an den Drähten anbinden kann. Eine gute Schnitt-Technik ist also das A und O für den Start des Rebstockes ins neue Rebenjahr. Im Weinkeller treffen wir bei unseren speziellen Treberwurtschmaus- Abenden unsere Weinkunden und freuen uns, wenn sie unsere Weine mitnehmen und auch durchs Jahr zu Hause geniessen.

Dezember 2011

Die herrliche Adventszeit beginnt. Dekorieren, Güetzele und vieles mehr geniessen wir als Familie in der Brunnmühle. Simon arbeitet in der Rebschule mit seinen Helfern die Rebsetzlinge zu kontrollieren, erneut zu wachsen, die Wurzeln zurückzuschneiden, zu zählen und für die Kühlung bis in den Frühling vorzubereiten. Wir wünschen allen unseren Mithelfern und unseren Kunden eine fröhliche Adventszeit und einen guten Jahresausklang. Bis bald im 2012!

November 2011

Mit der Zeitumstellung beginnen wir den Monat November. Leider bleibt wie jedes Jahr der Nebel lange liegen und wir sehen die Sonne nicht jeden Tag. Da im Rebberg momentan keine Arbeiten anstehen und Simon mit den Weinsäften im Keller beschäftigt ist, ärgern wir uns nicht über diese eher düsteren Tage. Nach dem ersten Frost wird Simon in der Rebschule die Rebsetzlinge vom Feld holen. Wie immer wird ihn diese Arbeit mit der Kontrolle der Veredlungsstelle bis Mitte Dezember beschäftigen. Dazu ist er mit unserem Weinsortiment an verschiedenen Anlässen wie am Neuland und der Vinifera anzutreffen.

Oktober 2011

Die jungen Weine reifen im Keller. Täglich kontrolliert Simon Nase und Gaumen jedes Weines auf Sauberkeit und Fortschritt. Schon jetzt zeichnen sich wunderbare Aromen z.B. beim Riesling oder Oeil de Perdrix und den Rotweinen ab. Da und dort bleibt eine gewisse Restsüsse vorhanden, die unsere Kunden lieben und wir freuen uns über die schönen Entwicklungen der Rebensäfte. Dank dem frühen Läset sind bereits alle Läsetgeräte geputzt und wieder verräumt. Im Rebberg sind alle Arbeiten vor dem Winterschnitt erledigt und so freuen wir uns auf die Trüelete, das Abschlussfest der Winzer.

September 2011

Die warmen Tage bringen uns den Läset noch schneller ins Haus. Wir fangen am 16.September damit an. Simon schneidet täglich wunderbare Chasselas- Tafeltrauben für unsere Kunden und bereitet sich mit allem auf den frühen Läset vor. Unsere Söhne haben ihre Lehren angefangen und werden dieses Jahr somit zum ersten Mal nicht im Läset mithelfen können. So freuen wir uns auf unsere Läsethelfer von nah und fern.

August 2011

Bevor der Tagebucheintrag fertig ist, haben wir bereits den 20. des Monates. Simon ist mit den Abschlussarbeiten im Rebberg fast fertig und kann sich endlich mehr Zeit für die Weinkundenbetreuung nehmen. Diverse  Apéros finden bei uns im Keller statt. An die Ufer des Bielersees und in die liebliche Weingegend zieht es viele Leute von nah und fern.

Juli 2011

Im Eiltempo wandern wir durch den Juli. Die erste Woche verbrachten wir am Meer in Le Lavandou an der Côte d' Azur und nun ist wieder Büro und Rebenarbeit angesagt. Simon und Mirek beenden die wichtigsten Rebarbeiten vor dem Läset. Ein letztes Mal mähen, für eine optimale Traubenreife die Blätter entfernen, schnüren, zu lange Zweige oben zurückschneiden, gegen Fäulnis spritzen und die zu viel hängenden Trauben für eine reife Ernte wegschneiden. Wir hoffen auf einen schönen Sommer für unseren frühen Septemberläset. Ab jetzt zählen die hagelfreien schönen Tage mit den eher kühlen Nächten für eine gute Ernte.

Juni 2011

Endlich haben wir etwas Regen bekommen, es war dringend nötig. Die Reben haben wegen des warmen und trockenen Wetters viel früher als sonst geblüht. Geht es auch dieses Jahr nach der Regel, dass 100 Tage nach dem Blühen der Läset ist, können wir uns auf einen Läset Mitte September einstellen. Wir sind gespannt, wie die Entwicklung der Reben in diesem Jahr weitergeht. Simon und Mirek sind mit der Schnurmaschine unterwegs. Mit Schnüren werden die Triebe aufgebunden, so dass es einfacher zum Einziehen in die Drähte geht. In der Rebschule wachsen die neu veredelten Stöckli langsam an. Wegen der grossen Hitze haben die Pflanzen eine eher schwierige Antriebsphase hinter sich. Für die Rebschule ist das momentane abwechlungsweise Wetter sehr gut. In dieser schönen Zeit haben wir auch viele Besuche unserer Kundschaft und kleinerer Gruppen, die unsere Gegend besuchen und gerne die Bielerseeweine degustieren.

Mai 2011

Es ist immer noch sehr trocken und die Vegetation ist dank dem warmen Wetter bereits 2 Wochen  im Vorsprung. Simon hat mit unserem Mitarbeiter Mirek aus Polen mit dem Ausbrechen begonnen. In der Rebschule wird die neue Produktion fürs 2012 bei Temperaturen gegen die 30°Grad während ca. 3Wochen vorgetrieben. Anschliessend kommen die aufgepfropften Reben aufs Feld, mehr dazu später. Die fertig veredelten Rebsetzlinge werden bis zu ihrer Pflanzung  im gekühlten Container gelagert und die Rebbauern können sie jederzeit bei uns abholen. Immer mehr gibt es aber auch Privatpersonen, die sich in ihrer Freizeit mit Reben befassen und für sich einen kleinen Rebberg pflanzen oder eine Pergola. Auch sie können ihre Reben bei uns bestellen und holen. In der letzten Aprilwoche haben wir den neuen Jahrgang abgefüllt. Nun steht noch das Etikettieren an. Bald ist der 2010er für unsere Kundschaft bereit!

April 2011

Es gibt unterschiedlichste Arbeiten zu erledigen: die geschnittenen Rebruten an die Drähte binden, morsche Stickel und Pfähle ersetzen, Drähte spannen, das geschnittene Rebenholz mit der Maschine hacken, um die Rebstöcke jäten, mähen etc. Im Weinkeller werden die Weine nochmals degustiert, darüber debattiert, letzte Vorbereitungen fürs Abfüllen getroffen, Material bestellt, die Etiketten gedruckt, die Weinkundenkarte neu kreiert. Viele Stöcklikunden holen nun ihre Rebsetzlinge für die Neupflanzungen und wir hoffen alle trotz den kommenden Osterfesttagen auf Regen und Nass.

   

 

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